Oldenburg - Die Finanzkrise hat das Anlegerverhalten in Deutschland deutlich verändert. Risikostreuung und Sicherheit bis hin zum Inflationsschutz seien verstärkt in den Blickpunkt gerückt – und das Informationsbedürfnis sei gewachsen. Anleger beschäftigen sich mehr inhaltlich mit ihren Anlageobjekten. Früher sei es oft primär um steuerliche Aspekte gegangen, meinte Andreas Blomenkamp, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses F. Fortmann & Söhne (Oldenburg), bei einer Gesprächsrunde mit Fondsexperten in Oldenburg.
Deutlich wurde dabei: Geschlossene Immobilienfonds (zur Finanzierung von einzelnen Wohn- oder Gewerbeobjekten) mit Schwerpunkt in Deutschland werden jetzt als besonders sinnvolle Anlage eingeschätzt. Diese hätten auch die jüngsten Turbulenzen angesichts langfristiger Mietverträge und geringer Wertverluste meist sehr gut überstanden. In ausländischen Immobilienmärkten mit ausgeprägter Blasenbildung – wie in den USA, Großbritannien oder Spanien – war es dagegen zu starken Einbrüchen gekommen.
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